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Annekathrin Norrmann - Presse Ausstellung ANNEKATHRIN NORRMANN 8.Dez. 1998 – 21.Januar 1999
Annekathrin Norrmann arbeitet mit Form und Farbe
im klassischen Sinn der Farbmalerei, sie definiert Räume jedoch
nicht nur durch Farbsetzungen auf der Bildfläche, sie schafft
plastische Wandobjekte, die den Betrachter miteinbeziehen in das
Spiel mit den Relationen. Je nach Standpunkt und Blickwinkel, den man
wählt, verändert sich das Verhältnis der Farben
untereinander, die Räume verschieben sich. Die Vorgehensweise der Künstlerin beschreibt der Kunsthistoriker Matthias Bleyl im Katalog der Neuen Galerie Dachau: „ Die Bilder sind nicht präkonzipiert, d.h. sie existieren bei Beginn der Arbeit nicht schon vollständig im Kopf der Künstlerin. Allenfalls kann sie eine mehr oder weniger klare Vorstellung von dem anzustrebenden Ziel haben, doch muß der Weg dorthin erprobt werden, auch um das Risiko nicht nur geringfügiger, sondern einschneidender Veränderungen. Im Extremfall kann bisweilen sogar ein Teil der oft mehrteiligen Arbeiten gegen ein anderes ausgetauscht und dieses mit dem ihm neuen Ganzen harmonisiert werden, wenn sich die Notwendigkeit dazu ergibt. So können sich also bestimmte Kombinationen erst im Laufe der Zeit ergeben, denn nicht jede Nachbarschaft funktioniert. Was man aus dem alltäglichen Leben als simple Grunderfahrung kennt, gilt in gleicher Weise im Bereich der Ästhetik, nur sind hier Ideallösungen möglich, die das Leben selten bietet.“ |