Dominique Auerbach - Presse
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Dominique Auerbacher
Galerie Mathias Kampl
Buttermelcherstr. 15 80469 München
Tel. 089 21938200 Fax 21938200
Paysages sur catalogue
27. April - 12. Juni 1999
In ihrem Buch „Paysages sur
catalogue“, aus dem die in der Ausstellung präsentierten
Arbeiten stammen, kommentiert Dominique Auerbacher ihre Fotografie
der „non lieux“:
„ Ich versuchte diese Nicht-Orte
visuell zu verstehen, sie mit dem Werkzeug der Fotografie zu denken.
Ich habe auch versucht herauszubekommen, was in den Begriffen der
Landschaftsplaner ein „Durchgangsort“ sein mochte oder eine
„entstehende Landschaft“. Beispielsweise weiß ich nicht, ob
es eine oder mehrere Ästhetiken des Durchgangsortes gibt.
Grundsätzlich kann man sagen, daß
das Medium, das Werkzeug, das man gewählt hat, die Ästhetik
des Werks bestimmt, weil man das Werk durch dieses Werkzeug hindurch
denkt, erfährt, erprobt. Eine Ästhetik ist auch Sache der
Überzeugung des Künstlers. So ist für mich der
Filmemacher Eric Rohmer ein Vorreiter der Ästhetik des
Durchgangsortes, vor allem in „Les nuits de la pleine lune „ , wo
er uns mit seinen schlichten, treffenden Bildern von Cergy-Pontoise
die neue Stadt in aller Deutlichkeit vor Augen führt. Was mich
betrifft, so fotografiere ich einen Nicht-Ort wie auch jede andere
Stelle so, als wäre es ein Ort oder ein Gebilde, das gerade in
Erscheinung tritt – oder auch möglicherweise kurz vor dem
Untergang steht.“
Wie schon bei „Katalogstücke“
(Galerie Kampl 1997) befaßt sich Dominique Auerbacher mit
Phänomenen, die Receptionsgewohnheiten prägen und
verändern. Sie zeigt Landschaften und Orte, die nicht gewachsen
sind und geprägt vom Bedarf der dort lebenden Menschen, sondern
am Reißbrett geplant für einen Bedarf der unterstellt und
intendiert wird. Die Absicht der Arbeit ist jedoch keinesfalls eine
moralisierende, es ist vielmehr eine ästhetische
Auseinandersetzung mit einer neuen Form der Stadtlandschaft, des
„Nicht – Ortes“.
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Projektraum Mathias Kampl
Presseinformation
Hypochondrie
Dominique Auerbacher
24.08 2002 - 29.09.2002 |
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Nach "Katalogstück" ,1997 und "Paysages sur Catalogue", 1999, zeigen
wir nun die Installation" Hypochondrie", die erstmalig 1996 in Paris im
Studio 3 in der Grande Halle de la Villette zu sehen war.
Dominique Auerbacher zur Entstehung ihrer Arbeit:
Vor etwa 10 Jahren habe ich begonnen systematisch Blisterpackungen
von Medikamenten zu sammeln,sie zu sortieren, nach ihrer Form, Anzahl
und Anordung der einzelnen Ausbuchtungen.Ich hatte Lust, etwas unter
die tranzparenten Rundungen der blister zu setzen. Mein Vater war schwer
krank geworden .
Ich sah im Umfeld eines Krankenhauszimmers, unbeweglich
gemacht, mit Sonden durch die alle möglichken Arten von Flüssigkeiten
liefen. Ich stand da ohnmächtig,ihm verbunden in derAmbivalenz meiner
Gefühle.
In der Empatie mischte sich die Angst,der sehnsüchtige Wunsch, dieser
Verwandschaft zu entfliehen. Ich identifzierte mich mit ihm .In einem
Wahnbild von Ansteckung durch Vererbung projizierte sich sein kranker
Körper auf dem meinem. Melancholie erwachte.
Ich wollte die Ordung der Dinge umkehren Un den Kellern der Apoteke
meines Vaters entdeckte ich alte Gefäße mit Pigmenten und seltsamen
Substanzen. Ich probierte Mischungen, Verdünnungen aus und füllte sie
in verschiedene Fläschen um. Ich schob kleine Figuren mit ihrem Gepäck
mit in die Ausbuchtungen der Blister,nach dem ich sie zuvor in den
Farben derursprünglich enthaltenen Kapseln bemalt hatte.
Eines Tages sah ich beim Betreten des Krankenzimmers meines Vaters
überseinen ausgestreckten Körper hinweg im Ramen des geöffneten
Fensters dieWelt draußen. Mein blick war auf kein Hindernis gestpßen.
In diesem Moment begriff ich, das mein Horizont nie wieder der selbe
sein würde. Das ich meinen Vater niewieder aufrecht sehen würde.
Ich fotografierte alle diese Objekte und verpackte sie in Kisten und
umwickeltesie mit Gipsbinden.
Einige Jahre später fand ich die Fotografien wieder. Diese Bilder sind
zum Material für meine Installation "Hypochondrie |
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Galerie
Mathias Kampl
Presseinformation
Hypochondrie
Dominique
Auerbacher
22.1.
– 9.3.2002
Nach
„Katalogstücke“, 1997, und „Paysages sur Catalogue“,
1999, zeigen wir nun die Installation „Hypochondrie“, die
erstmalig 1996 in Paris im Studio 3 in der Grande Halle de la
Villette zu sehen war. Dominique
Auerbacher zur Entstehung ihrer Arbeit:
Vor etwa 10
Jahren habe ich begonnen systematisch Blisterpackungen von Medikamenten
zu sammeln, sie zu sortieren nach ihrer Form und Anzahl
und Anordnung der einzelnen Ausbuchtungen. Ich hatte Lust etwas unter die transparenten Rundungen dieser Blister zu setzen.
Mein Vater war schwer krank geworden. Ich sah ihn
im Umfeld eines Krankenhauszimmers, unbeweglich gemacht, mit Sonden
durch die alle möglichen Arten von Flüssigkeiten liefen.
Ich stand da, ohnmächtig, ihm verbunden in der Ambivalenz meiner
Gefühle. In die Empathie mischte sich die Angst, der
sehnsüchtige Wunsch, dieser Verwandtschaft zu entfliehen. Ich
identifizierte mich mit ihm. In einem Wahnbild von Ansteckung durch
Vererbung projizierte sich sein kranker Körper auf den meinen.
Melancholie erwachte.
Ich
wollte die Ordnung der Dinge umkehren.
In den
Kellern der Apotheke meines Vaters entdeckte ich alte Gefäße
mit Pigmenten und seltsamen Substanzen. Ich probierte Mischungen,
Verdünnungen aus und füllte sie in verschiedene Fläschchen
um. Ich schob kleine Figuren mit ihrem Gepäck in diese
Fläschchen und in Behältnisse, die Erde enthielten. Andere
Reisende isolierte ich in den Ausbuchtungen der Blister, nachdem ich
sie zuvor in den Farben der ursprünglich enthaltenen Kapseln
bemalt hatte.
Eines
Tages sah ich beim Betreten des Krankenzimmers meines Vaters über
seinen ausgestreckten Körper hinweg im Rahmen des geöffneten
Fensters die Welt draußen. Mein Blick war auf kein Hindernis
gestoßen. In diesem Moment begriff ich, daß mein Horizont
nie mehr derselbe sein würde, daß ich meinen Vater nie
mehr aufrecht vor mir sehen würde.
Ich fotografiere alle diese Objekte und verpacke dann in Kisten, die ich mit Gipsbinden umwickelte.
Einige
Jahre später fand ich die Fotografien wieder. Diese Bilder sind
zum Material für meine Installation „Hypochondrie“
geworden.“
Zur
Eröffnung am Dienstag, 22.01.2002, von 18 – 21 Uhr laden wir
Sie herzlichst ein.
Galerie
Mathias Kampl
Buttermelcherstraße
15 80469 München Tel. 089/ 21938200 Fax 21938201
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Di 14 – 21 * Mi – Fr 14 – 19 * Sa 11 – 15 Uhr
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