Sabine Groß - Presse






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  Sabine Groß

"Ego Location"

23.1. – 10. 3. 2001
 
 

Mit der Begeisterung des Menschen an der Beschäftigung mit sich selbst spielt Sabine Groß in ihrer Arbeit. Die Möglichkeit dazu gibt sie innerhalb akribisch ausgefeilter pseudowissenschaftlicher Systeme, sämtlich Fakes selbstverständlich, als solche auf den zweiten Blick kenntlich, die es dem Benutzer erlauben, ausgiebig um seine eigene Person zu kreisen und sich als Ergebnis dieser Tätigkeit auch noch eine vermeintliche Erkenntnis – wissenschaftlich untermauert – mit nach Hause zu nehmen.

Die Arbeit besteht aus einer rollbaren Holztheke, mehreren Sitzwürfeln, Drucker, zwei Computern und zwei Monitoren. Das Mobiliar ist mit knollenartigen Formen, den sogenannten „Egokörpern“ bedruckt.


Zu „Ego Location“ gibt die Künstlerin folgende Gebrauchsanweisung:

Mich kennt Marius Babias. Mich kennt Isabelle Graw. Mich kennt Benjamin Buchloh...“ 322 verschiedene Personen aus der 'engeren' und 'weiteren' Kunstszene werden auf diese Art aufgelistet, können vom Benutzer am linken Bildschirm abgelesen werden und sind mit einer in die Theke eingelassenen JA- oder NEIN-Taste zu beantworten. Am zweiten Computer wird aus den gegebenen Antworten der dem Benutzer entsprechende „Egokörper“ errechnet und als 3dimensionale Computergrafik dargestellt.

Jedes JA lässt den Körper wachsen und sich verdichten. Klickt man während der Beantwortung der 322 Fragen auf den roten Knopf am rechten Monitor, wird der Körper erst als Gitterstruktur dargestellt .Hat man die Prozedur beendet, wird, den Aussagen entsprechend, ein Körper errechnet und, nach erneutem Klicken auf den roten Knopf, als kompakter Körper dargestellt.


Das Ergebnis wird ausgedruckt und landet auf einem Haufen vohergegangener Rechenergebnisse. Wer möchte, kann seinen „Egokörper“ käuflich erwerben und als eigentümliches Portrait eingerahmt nach Hause tragen.

Buttermelcherstrasse 15 ∙ D-80469 München ∙ Telefon +49 89 21 93 82 00 ∙ Fax +49 89 21 93 82 01

 

 

 




 

 

GALERIE KAMPL

 
 
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Presseinformation

Sabine Gross

Künstlerwerkzeug

26.Januar – 5. März 1999

 
 

Thema des hier vorgestellten Projektes ist der künstleri-sche Arbeitsprozess selbst. Dieser wird als mechanistisches Modell vorgestellt, welches vom ´Künstler´ auf eine von ihm gewünschte Weise benutzt werden kann.

Es sollen Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, die eine Steuerung des kreativen Prozesses möglich machen.

Normalerweise bestimmt das Wesen des kreativen Prozesses Inhalt und Erscheinungsbild des künstlerischen Endproduktes. Dieses Verhältnis soll potentiell um gedreht werden, der Künstler bestimmt das Wesen des kreativen Prozesses. Die äußeren Bedingungen sollen die inneren Verhältnisse festlegen.

 
 
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Der kreative Prozess verläuft unterschiedlich und ist abhängig von inneren Gegebenheiten. Ein reibungsloser, dynamischer ‚‘ künstlerischer‘ Prozess, findet in einem Klima optimistischer, zielorientierter Grundstimmung statt.

Es kann unter Umständen auch zu."Turbulenzen" kommen. z. B. zu Phasen des Zweifels und der Unsicherheit.



die sich letztendlich nicht unbedingt unproduktiv aus-wirken müssen, sondern gegebenenfalls zu einer höheren Komplexität und Dichte führen können.

Mit den ‚‘Künstlerwerkzeugen‘ wird die Möglichkeit durchgespielt, wie es wäre, wenn der Künstler diesen Pro-zess von nun ab selbst steuern könnte und nicht mehr

den eigenen undurchsichtigen Unwägbarkeiten ausgeliefert wäre. Es sollen ihm einige Werkzeuge in die Hand gegeben werden , die ihm den Arbeitsprozess erleichtern und maximale Produktionskraft gewährleisten.

 
 
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