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Mit der
Begeisterung des Menschen an der Beschäftigung mit sich selbst
spielt Sabine Groß in ihrer Arbeit. Die Möglichkeit dazu
gibt sie innerhalb akribisch ausgefeilter pseudowissenschaftlicher
Systeme, sämtlich Fakes selbstverständlich, als solche auf
den zweiten Blick kenntlich, die es dem Benutzer erlauben, ausgiebig
um seine eigene Person zu kreisen und sich als Ergebnis dieser
Tätigkeit auch noch eine vermeintliche Erkenntnis –
wissenschaftlich untermauert – mit nach Hause zu nehmen.
Die Arbeit
besteht aus einer rollbaren Holztheke, mehreren Sitzwürfeln,
Drucker, zwei Computern und zwei Monitoren. Das Mobiliar ist mit
knollenartigen Formen, den sogenannten „Egokörpern“
bedruckt.
Zu „Ego
Location“ gibt die Künstlerin folgende Gebrauchsanweisung:
„Mich
kennt Marius Babias. Mich kennt Isabelle Graw. Mich kennt Benjamin
Buchloh...“ 322 verschiedene Personen aus der 'engeren' und
'weiteren' Kunstszene werden auf diese Art aufgelistet, können
vom Benutzer am linken Bildschirm abgelesen werden und sind mit einer
in die Theke eingelassenen JA- oder NEIN-Taste zu beantworten. Am
zweiten Computer wird aus den gegebenen Antworten der dem Benutzer
entsprechende „Egokörper“ errechnet und als 3dimensionale
Computergrafik dargestellt.
Jedes JA
lässt den Körper wachsen und sich verdichten. Klickt man
während der Beantwortung der 322 Fragen auf den roten Knopf am
rechten Monitor, wird der Körper erst als Gitterstruktur
dargestellt .Hat man die Prozedur beendet, wird, den Aussagen
entsprechend, ein Körper errechnet und, nach erneutem Klicken
auf den roten Knopf, als kompakter Körper dargestellt.
Das
Ergebnis wird ausgedruckt und landet auf einem Haufen vohergegangener
Rechenergebnisse. Wer möchte, kann seinen „Egokörper“
käuflich erwerben und als eigentümliches Portrait
eingerahmt nach Hause tragen.
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